lage & klima

Sri Lanka ist eine Insel im Indischen Ozean vor der Südostküste Indiens. In Nordsüd-Richtung erstreckt sie sich über rund 440 Kilometer und misst an der breitesten Stelle etwa 220 Kilometer. Gesamtfläche: rund 65.000 Quadratkilometer. Hauptstadt ist Colombo.

Das innertropische Äquatorialklima sorgt ganzjährig für nahezu gleichbleibende Bedingungen. Während es im Norden auf der Halbinsel Jaffna heiß und trocken ist, bieten Küstengebiete und Flachland im Süden und Westen ein warm-feuchtes Klima. Im Süden der Insel liegt das zentrale Hochland mit seinen bedeutenden Teeanbaugebieten. Höchste Erhebung ist der Pidurutalagala mit 2.524 Metern. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt gut 32 Grad im Tiefland und 21 Grad in den Hochlagen.

Beste Reisezeit für die Nordostküste: April bis September. Für Reisen an die Südwestküste empfiehlt sich der Zeitraum von Oktober bis April.

gesundheit & impfungen
Bei der direkten Einreise sind Impfungen nicht vorgeschrieben. Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis A und Malaria-Prophylaxe sind aber ratsam. Bei längeren Aufenthalten und sehr einfachen Reisebedingungen empfehlen sich Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Japanische Enzephalitis. Reisende, die aus Infektionsgebieten kommen, müssen eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber vorweisen. Eine Reisekrankenversicherung mit Notrückführung wird dringend empfohlen.

Wasser sollte vor der Benutzung abgekocht, anderweitig sterilisiert oder nur aus versiegelten Flaschen getrunken werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Fleisch oder Fisch nur gut durch und heiß serviert essen. Schweinefleisch, Mayonnaise und rohe Salate sollte man vermeiden.

Beim Aufenthalt in kleineren Hotels sollte ein eigenes Moskitonetz nicht fehlen. An manchen Stränden sorgt die Sandfliege für Ärger. Die Stiche des unauffälligen Insekts heilen nur sehr langsam und jucken sehr stark. Abhilfe schafft Sonnencreme mit etwas Citronellaöl.

zahlungsmittel
Währung ist die Sri Lanka-Rupie. Ein Euro entspricht rund 128 Sri Lanka-Rupien. Der Wechselkurs kann sich allerdings schnell ändern. Internationale Kreditkarten werden von größeren Hotels, Autovermietern und etlichen Geschäften akzeptiert. Zudem empfehlen sich Reiseschecks wegen des günstigen Wechselkurses.

reisen im land
Auf Grund des bürgerkriegsähnlichen Konflikts zwischen den tamilischen Separatisten und der Regierung ist höchste Vorsicht angebracht. Seit dem 24. Dezember 2001 herrscht zwar eine Waffenruhe auf unbestimmte Zeit. Von Reisen in den Norden in die Region nördlich von Anuradhapura und den Osten in das Gebiet östlich von Polunaruwa sollte man absehen. Im Osten sollten zu dem die Landwege nach Trincomalee, Batticaloa und Ampara gemieden werden.

Mietwagen sollten mit Chauffeur gemietet werden, da Selbstfahrer hohe Versicherungsprämien zahlen. Wer selbst ans Steuer will, erhält gegen Vorlage des nationalen oder internationalen Führerscheins eine ceylonesische Lizenz, die für sechs Monate gültig ist. Billiger fährt man mit Bus und Bahn der staatlichen Verkehrsbetriebe. Das Straßen- und Schienennetz ist vergleichsweise gut ausgebaut, bei der Pünktlichkeit regiert asiatische Gelassenheit. Mehr Flexibilität gibt es mit Überlandtaxis oder den für kurze Strecken geeigneten dreirädrigen Kleintaxis, den so genannten Tuk-Tuks.

diplomatische vertretung
Botschaft der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka
Niklasstraße 19
14163 Berlin
Tel. 030-80909743
Fax 030-80909757

essen & trinken

In Sri Lanka dreht sich alles um Reis und Curry. Für Abwechslung sorgen vielfältige Geschmacksrichtungen und Zutaten - die Palette reicht von Zitronen- bis Eierreis, von Fleisch- bis Fischcurry. Reis bildet die Grundlage, zu der die verschiedensten Currys gereicht werden. Derart einfallsreich zubereitet, wird das Nationalgericht zu jeder Tageszeit gegessen. Einheimische verzichten auf Besteck und essen mit den Fingern. Auf diese Art erst entfalte sich der besondere Geschmack der Gewürze. Zudem gibt es Fisch und Meeresfrüchte in Hülle und Fülle. Zu einem typischen Frühstück gehört der Hopper, ein in Schüsselform ausgebackener Reisteigfladen, gefüllt mit Früchten, Eiern oder Currys.

Aus dem Blütensaft der Kokosnuss wird der so genannte Toddy gewonnen. Sein Geschmack ist recht eigenwillig. Aus ihm wird Kokos-Arrack gebrannt, ein aromatischer Schnaps. Weniger prozenthaltig: Die heimischen Biersorten Lion und Three Coin.

land & leute

"Schönes, leuchtendes Land" - nichts anderes heißt Sri Lanka. Seit jeher forderte die Insel im Indischen Ozean zu Hymnen und schwärmerischen Beschreibungen heraus. Überbordende Flora wechselt mit bezaubernden Stränden, romantische Buchten mit dicht stehenden Palmenhainen gehen in undurchdringlichen Dschungel über. Die starke Brandung lässt an vielen Stellen nur schmale Streifen feinen Sands zu. Vorsicht ist beim Schwimmen im offenen Meer angesagt. Denn die Küsten weisen starke, sich ständig verändernde Strömungen auf, die schon manchem Schwimmer zum Verhängnis geworden sind.

In der Metropole Columbo herrscht asiatische Betriebsamkeit zwischen Tradition und Moderne. Neben den vielen buddhistischen und hinduistischen Tempeln ist der Vihara-Maha-Devi-Park eine der besonderen Sehenswürdigkeiten. Der Park wurde nach der Mutter eines der bedeutendsten Könige des Landes benannt und ist berühmt für seine beeindruckende Blütenpracht.

Die Nationalsprachen sind Singhalesisch und Tamilisch, Geschäftssprache ist Englisch.

Fettnäpfchen lassen sich vermeiden, wenn man das Kopfschütteln der Einheimischen nicht als Ablehnung deutet. Was in der westlichen Welt Ablehnung ausdrückt, heißt hier "ja". Verzichten sollte man auf Gesten mit der linken Hand. Sie gilt als unrein. Einheimische sollten nur mit deren Genehmigung fotografiert werden. Öffentliche Zärtlichkeiten werden missbilligt, nackt baden und "oben ohne" sind verboten. Arme und Beine sollten beim Besuch eines Tempels verhüllt sein. Hier wie in Privathäusern heißt es zudem: Schuhe aus.

In den Rechnungen ist bereits ein Trinkgeld von 10 Prozent enthalten. Je nach Zufriedenheit mit dem Service darf es etwas mehr sein. Ein Trinkgeld unter fünf Rupien aber vermeiden, das gilt als unhöflich.

ausflüge
In Kandy ist das größte Heiligtums Sri Lankas zu bewundern: Ein Backenzahn von Buddha. Im Zahntempel wird dreimal pro Tag ein silbernes Gefäß aus einem Schrein genommen, in dem sich der Zahn befinden soll. Jährlich im Hochsommer gibt es zu Vollmond die prachtvolle Perahera-Prozession, zu der eine Kopie der Zahns durch die kleine Stadt im Hochland getragen wird. Im Zeichen Buddhas steht auch ein Besuch der ehemaligen Königsstadt Anuradhapura. Hier steht der Sri Maha Bodhi, angeblich ein Ableger des Baumes, unter dem Buddha einst erleuchtet wurde.

Über unzählige Treppenstufen geht es hinauf zur Himmelsfestung Sigiriya. Rund 200 Meter ragt der im 5. Jahrhundert erbaute und nur von 477 bis 495 genutzte Palast über den Urwald. Berühmt ist die weitläufige Anlage für ihre spektakulären Fresken, die auch rund 1.500 Jahre nach ihrer Erschaffung noch immer in strahlenden Farben leuchten.