lage & klima

Spanien nimmt den größten Teil der iberischen Halbinsel ein. Im Zentrum liegt die Hauptstadt Madrid. Die Pyrenäen bilden im Nordosten die natürliche Gebirgsgrenze zu Frankreich. Die Atlantikküste teilt sich Spanien mit dem Nachbar Portugal, der Mittelmeerstrand von der französischen Grenze bis zur Straße von Gibraltar gehört den Spaniern allein. Zu Spanien gehören ebenfalls noch die Balearen im Mittelmeer und die Kanarischen Inseln vor der Westküste Afrikas.

Das Klima ist im Norden gemäßigt, nach Süden hin wird es zunehmend heißer und trockener. Bereits in Madrid werden im Hochsommer Temperaturen um die 40 Grad erreicht. Beste Reisezeit: Zwischen April und Oktober, denn im Winter wird es speziell im Norden und auf dem Zentralplateau unangenehm kalt. Das gilt auch für die Balearen mit der Hauptinsel Mallorca, wobei Radfahrer schon im März akzeptable Bedingungen vorfinden. Auf den Kanarischen Inseln bleibt das Klima ganzjährig angenehm bei Temperaturen um 20 Grad.

gesundheit & impfungen
Impfungen sind nicht nötig. In einigen Regionen Spaniens kommt Tollwut vor, bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Während der Sommermonate besteht in den Wäldern mancher Gebiete Gefahr durch Zeckenbisse. Im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.

Die ärztliche Behandlung ist frei bei Vorlage des "Auslandskrankenscheins" E 111. Für Arzneimittel muss ein Kostenanteil bezahlt werden. Zahnärztliche Behandlungen sind kostenpflichtig.

zahlungsmittel
Landeswährung ist der Euro. Die gängigen Kreditkarten (Mastercard, Eurocard, Visa, American Express) werden in Hotels, Restaurants und den meisten Geschäften akzeptiert.

reisen im land
Das Straßen- und Schienensystem ähnelt einem Spinnennetz mit Madrid im Zentrum. Querverbindungen bestehen vornehmlich am Mittelmeer und entlang des Flusses Ebro. Saisonale Sondertarife machen Zugreisen attraktiv, außerdem können Reisende mit einem Euro-rail-Ausweis alle Bahnlinien ohne Kilometerbeschränkung benutzen. Ein zuverlässiges Busverkehrsnetz steht für den Langstreckenverkehr sowie Ausflüge zu touristisch interessanten Plätzen zur Verfügung. Auch das städtische Nahverkehrssystem ist sehr gut. In Barcelona, Valencia, Bilbao und Madrid verkehren U-Bahnen.

Die bekannten Auto-Verleihfirmen haben in allen größeren Städten Niederlassungen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt innerhalb geschlossener Ortschaften 50km/h, auf Autobahnen 120 km/h und auf allen anderen Straßen 90km/h.

Immer wieder versuchen Trickdiebe auf Autobahnen, Touristen durch Hinweise über vermeintliche Schäden am Fahrzeug zum Stoppen zu verleiten. Nicht anhalten! In echten Notfällen nur auf Rastplätzen oder unmittelbar neben einer Notrufsäule halten und Hilfe anfordern. Abschleppwagen sollten das Symbol von Autopistas oder des angeforderten Pannendienstes tragen.


diplomatische vertretung
Königlich Spanische Botschaft
Schöneberger Ufer 89, 6. Stock
10785 Berlin
Telefon: 030-2540070
Telefax: 030-25799557
E-Mail: botschaft.spanien@t-online.de

essen & trinken

In Spanien pflegt jede Region ihre ursprünglichen Kochkünste. Im feuchten, regenreichen Norden gibt es ein vielseitiges Angebot an Fisch- und Fleischgerichten. Im Baskenland werden gern Kartoffeln mit Thunfisch serviert, in Asturien und Galizien steht häufig ein deftiger Eintopf auf dem Tisch. Kantabrien vereint Meeres- und Gebirgsküche mit Rindfleisch, Anchovis und Milchprodukten. Obst und Gemüse sind in den fruchtbaren Tälern Zuhause. Spargel, Paprika, Gurkenkraut, Pfirsich und Birne genießen ein hervorragenden Ruf.

Die mediterrane Küche setzt vor allem auf Weizen, Öl und Wein. Dazu kommen Fisch und Meeresfrüchte, als Zutaten dienen je nach Region Knoblauch, Hülsenfrüchte, Gemüse und Grünzeug. Reis wird in unzähligen Spezialitäten verarbeitet. Die gastronomische Spezialität der Balearen sind Speisen aus Gemüse, Fisch und Schwein. Appetitanregende Häppchen, Tapas genannt, bilden entweder den Beginn der Mahlzeit oder dienen als leckerer Snack zwischendurch. Nach dem Essen werden Süßspeisen von beeindruckender Vielfalt serviert.

Zu einem spanischen Gericht gehört auf jeden Fall ein guter Wein. Der Rioja hat auf Grund seines Buketts, Geschmacks und Körpers längst internationale Anerkennung erreicht. Ebenso der Sherry aus Jerez.

Die spanischen Strände genießen seit jeher einen ausgezeichneten Ruf. Gleich ob Mittelmeer oder Atlantik, Sonnenhungrige kommen hier überall auf ihre Kosten. Am Strand "oben ohne" zu liegen, stellt kaum ein Problem dar, aber Nacktbaden sollte nur ausgewiesenen FFK-Zonen stattfinden. Überfüllte Touristenstrände können durchaus gemieden werden: Sowohl auf dem Festland als auch auf den Balearen und Kanaren finden sich genügend Plätze, die weniger stark besucht sind. Das spanische Kulturerbe lockt nicht in den Metropolen Madrid, Barcelona und Valencia. Auch Sevilla, Bilbao oder Pamplona mit historischen Bauten, Flamenco und Sehenswürdigkeiten sind lohnende Stationen.

Auf Rechnungen in Restaurants und Bars ist gewöhnlich ein Posten für die Bedienung bereits ausgewiesen. Ein Trinkgeld von fünf bis zehn Prozent wird dennoch gern gesehen, ebenso in Hotels und bei Taxifahrern.

ausflüge
Die Hauptstadt Madrid ist nicht nur geographische, sondern kulturelle Mitte des Landes. Die Stadt mit ihrem pulsierenden Nachtleben hat rund um die Uhr Attraktionen zu bieten: Tagsüber lockt ein umfangreiches Kulturprogramm vom Open-Air-Konzert bis zur Kunstausstellung. Im Umkreis warten mit Alcala de Henares, Aranjuez, Chinchón und El Escorial prachtvolle historische Orte mit Denkmälern, Kirchen, Klöstern, Palästen, Parks und Ausflugslokalen.

Individualisten werden beispielsweise jenseits des Festlands fündig. Auf den Kanarischen Inseln finden sich solch stille Orte, vor allem El Hierro ist bislang vom Tourismus wenig berührt. Die Pfade führen an jahrhundertealten Bäumen, Wachholderhainen und anderen botanischen Raritäten vorbei, durch grüne Hochebenen und Halbkrater.