lage & klima

Das Paradies liegt 700 Kilometer südwestlich von Indien. Sein Name: Republik der Malediven. Sie setzt sich aus etwa 1.200 Inseln zusammen, die auf 90.000 Quadratkilometer verteilt sind. Keine einzige davon ragt mehr als 2,40 Meter über den Meeresspiegel. Der Inselstaat kann das ganze Jahr über bereist werden. Allerdings dürfen Touristen nur ausgewiesene Hotelinseln betreten, von denen es derzeit etwa 100 gibt.

Die Temperaturen liegen im Durchschnitt bei etwa 30 Grad, die Wassertemperatur bei etwa 28 Grad. Zur Sommerzeit beginnt jedoch der Monsun, so dass es zu starken Stürmen kommen kann. Von Frankfurt fliegt man etwa zehn Stunden bis zu den Malediven. Von dort geht es dann per Boot oder Wasserflugzeug zu den einzelnen Inseln. Im Winter beträgt der Zeitunterschied plus vier Stunden, im Sommer plus drei.

gesundheit & impfungen
Es sind keine Impfungen bei Direkteinreise vorgeschrieben. Empfohlen werden Malariaprophylaxe sowie Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Polio und Hepatitis A. Bei längeren Aufenthalten sollte zudem gegen Hepatitis B und Typhus geimpft werden. Desinfektionsmittel sind sinnvoll, da man sich an den scharfen Korallen schnell verletzen kann. Eine Reiseapotheke ist Pflicht, Medikamente sind schlecht zu bekommen. Es empfiehlt sich zudem, eine Reisekrankenversicherung abzuschließen.

zahlungsmittel
Die maledivische Rupie ist das offizielle Zahlungsmittel. 16 Ruffias entsprechen etwa einem Euro. Die werden Besucher aber nur bei einem Besuch der Hauptinsel Male brauchen. Auf den Hotelinseln ist der Dollar anerkanntes Zahlungsmittel. Meistens wird sowieso nicht kassiert, sondern ein Beleg unterschrieben und bei der Abreise alles auf einmal gezahlt. Reiseschecks und Kreditkarten werden allgemein akzeptiert. Vorher sollte man sich jedoch noch einmal eingehend erkundigen.

reisen im land
Es gibt keine Touristen-Insel auf den Malediven, die sich nicht in weniger als einer Stunde umrunden ließe. Busse und Taxis fahren nur auf der Hauptinsel Male. Wer von Insel zu Insel tingelt, benutzt ein Boot - Dhoni genannt - oder einen Katamaran. Manche schwimmen auch.

diplomatische vertretung
Honorargeneralkonsul Gottfried Mücke
Immanuel-Kant-Straße 16
61350 Bad Homburg v.d.H.
Tel.: 06172/86 78 33
Fax: 06172/858 33, 069/69 21 02
Sprechzeit: Mo - Fr 09.00-12.00, telefonisch: 14.00-17.00 Uhr

Fisch, Meeresfrüchte und Kokosnüsse finden sich auf jeder Speisekarte. Schwein sucht man dagegen oft vergebens, da es den Muslimen verboten ist. Ein paar wenige Inseln haben Sondergenehmigungen. Die meisten Speisen müssen aus dem Ausland eingeflogen werden. Das Service-Personal - wie auch die Köche - kommt meist aus Indien und Bangladesch. Also ist die Küche bunt gemischt, bietet einen Querschnitt durch die Angebote verschiedener Länder: Gebratener Reis, indischen Curry, Lasagne und natürlich Fisch, Fisch, Fisch.

Die meisten Inseln haben eine spezielle Lizenz zum Alkoholausschank. Das Sortiment an Spirituosen variiert dabei von Insel zu Insel. Für einen Dollar Trinkgeld pflückt und öffnet ein Bediensteter gerne ein Kokosnuss.

land & leute

Die Malediven gelten als das Tauch- und Schnorchelparadies schlechthin. Mit seinen Korallenriffen und dem glasklaren Wasser lockt es zahllose Touristen auf die Inseln. Unter Wasser warten Delfine, bunte Tropenfische, aber auch Haie und Rochen. An den traumhaften Stränden kann man in der Sonne vor sich hinbrutzeln. Wer unachtsam ist, hat sich hier schnell einen Sonnenbrand geholt. Wichtig: Niemals unter eine Palme einschlafen - Kokosnüsse sind hart, vor allem wenn sie aus großer Höhe fallen.

Die Landessprache ist Divehi, auf den Touristeninseln wird jedoch Englisch gesprochen. Um eine Einheimischen-Insel zu besuchen, brauchen Besucher eine Sondergenehmigung. Oft bieten die Hotels auch Touren zu bewohnten Inseln an. Bei Kurztrips in die Dörfer oder die Hauptstadt Male sollten Männer eine lange Hose, Frauen einen langen Rock und kein schulterfreies Oberteil tragen. FKK und "oben ohne" sind absolut tabu. Verstöße werden mit hohen Geldstrafen geahndet.

ausflüge
Ein Ausflug auf die Hauptinsel Male lohnt sich nicht. Eher sollten Touristen auf die Angebote der Inselleitung achten. Oft wird ein Katamaran-Ausflug in den Sonnenuntergang, Insel-Hopping oder Grillen auf einer einsamen Insel angeboten. Es gibt auch Unternehmen, die Rundflüge über mehrere Inseln offerieren. Aus der Luft bietet sich dem Betrachter ein fantastischer Ausblick, der sein Geld sicherlich wert ist.