lage & klima

Griechenland ist der südlichste Staat im europäischen Mittelmeerraum. Im Norden grenzt das Land an Mazedonien, Bulgarien und Albanien, im Osten an die Türkei. Ungefähr ein Fünftel der Gesamtfläche wird durch die rund 2.000 Inseln eingenommen, von denen nicht einmal 200 ständig bewohnt sind. Die Hauptstadt Athen liegt an der Südküste des Festlandes. Dieses umfasst den südlichen Teil der Balkaninsel und ist recht gebirgig. Höchster Berg ist der Olymp mit 2.917 Metern.

Die Ionischen Inseln vor der Westküste bieten eine üppige Flora. Die touristisch am besten erschlossene Insel ist Korfu. Die Inseln in der Ägäis teilen sich in die Kykladen und die Dodekans. Zu den zwölf Inseln der Dodekans gehören Rhodos und Kos. Von den 200 Kykladen-Inseln sind nur 24 bewohnt, zu ihnen zählen unter anderem Mykonos und die Vulkan-Insel Santorini, das antike Thera. Kreta in der südlichen Ägäis ist die größte Insel mit einer sehr abwechslungsreichen Küste.

Das mediterrane Klima ist bestimmt durch lange, heiße, und trockene Sommer sowie kurze, regnerische Winter. Während es im Norden während des Hochsommers teilweise recht frisch ist, herrschen im Süden und auf den Inseln Temperaturen bis zu 40 Grad. Wassertemperaturen: 22 bis 27 Grad. Gemäßigtere Temperaturen gibt es in Mai und Juni sowie September und Oktober. Im Winter wird es in den Bergen im Norden bis zu minus 20 Grad kalt - ideale Bedingungen für Ski und Rodel.

gesundheit & impfungen

Pflichtimpfungen sind nicht nötig, man sollte jedoch seinen Impfschutz gegen Diphtherie und Tetanus auffrischen. Bei einem längeren Aufenthalt oder sehr einfachen Reisebedingungen empfiehlt sich Impfschutz gegen Hepatitis A und Hepatitis B.

zahlungsmittel

Landeswährung ist der Euro. Kreditkarten werden in den Touristenzentren von Geschäften und Hotels akzeptiert, vorzugsweise Visa und Eurocard. Mit der EC-Karte kann nur in Touristenzentren problemlos Bargeld abgehoben werden, in ländlichen Gebieten und auf kleineren Inseln gibt es kaum Automaten.

reisen im land

Busse sind günstig, aber oft überfüllt und unpünktlich. Taxis bieten eine preiswerte Alternative. Allerdings können für Gepäckstücke oder Nachtfahrten Aufpreise verlangt werden. Das Bahnnetz ist nicht gut ausgebaut, zur Westküste besteht gar keine Verbindung. Zahlreiche Fährschiffe bieten preisgünstige Verbindungen zu den Inseln, entsprechen allerdings nicht immer den international vereinbarten Sicherheitsstandards. Das inländische Flugnetz ist dicht geknüpft, die Preise im Vergleich zu Deutschland niedrig-, Flüge sind deshalb oft ausgebucht.

Autoverleiher finden sich selbst auf kleineren Inseln. Die Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen und Schnellstraßen beträgt 120 km/h, außerhalb von Ortschaften 90 km/h, innerhalb von Ortschaften 50 km/h. Da Griechenland die Verkehrsunfallstatistik in Europa anführt, sollte man eine Insassenunfallversicherung abschließen. Es gilt Anschnallpflicht und eine Promillegrenze von 0,5. Parken darf man nicht in Bereichen mit gelb markierten Straßenrändern. In blau markierten Bereichen kostet das Parken Gebühren, nur weiße Parkzonen sind kostenfrei.

diplomatische vertretung

Griechische Botschaft in Deutschland
Jägerstr. 55
10117 Berlin
Tel.: 030 / 206 260
Fax: 030 / 20626444

essen & trinken

Die griechische Küche stellt eine abwechslungsreiche Mischung aus türkischen, italienischen und arabischen Gerichten dar. Traditionell enthält der Speiseplan viel Gemüse, zahlreiche Gerichte werden mit Huhn oder Lamm zubereitet. Fisch und Meeresfrüchte bestimmen nur an den Küsten und auf den Inseln den Speiseplan. Gekocht und gebraten wird mit Olivenöl, was die typische Note verleiht.

Auf Grund der Hitze wird beim Essen weniger Rot- als vielmehr Weißwein getrunken. Ein besonderer Wein Griechenlands ist der geharzte Weißwein Retsina. Typische Hochprozenter sind der Anisschnaps Ouzo, der Brandy Metaxa und Tsíppouro, ein Trester.
Griechen sind begeisterte Kaffeetrinker, und der griechische Eiskaffee "Kaffe frappe" ist an heißen Sommertagen ein Muss.

land & leute

Der schwarze Lavastrand von Kamari auf Santorini, die felsigen Buchten auf Kephallonia oder die feinen Sandstrände von Mykonos bieten jedem Sonnenhungrigen sein individuelles Urlaubsparadies. Abseits der Touristenzentren sollten Frauen auf "oben ohne" verzichten. Nacktbaden ist nur an extra ausgewiesenen Stränden zulässig - auf Mykonos hingegen fast überall.

Auch jenseits der herrlichen Badebuchten bietet Griechenland aufgrund seiner reichen Geschichte zahlreiche faszinierende Ausflugsziele: Gerade die heiligen Stätten der alten Griechen bezeugen die Wurzeln unserer Kultur. Die Griechen sind darauf sehr stolz, auch wenn sie mit den Landesbewohnern der Antike nur noch wenig gemein haben.

In den Bergdörfern des Festlandes findet man eine raue Idylle, doch sprechen die wenigsten hier Englisch oder Deutsch. Besucher von Kirchen und Klöstern sollten die religiöse Tradition respektieren und auf kurze Kleidung verzichten. Im Kafenion treffen sich tagsüber die Männer, um bei einer Partie Tavli (Backgammon) über Politik zu diskutieren.

Abends spielt sich das Leben in den Tavernen ab, wo man sich zum gemeinsamen Essen trifft. Für ein wirklich gutes Essen sollte man Tavernen auswählen, in denen viele Einheimische sitzen. Typischerweise werden Gerichte nach Beilage, Hauptmahlzeit und Salat getrennt serviert, die dann gemeinsam von den Tellern gegessen werden. Das Essen ist generell eher lauwarm als heiß. Getrennte Rechnungen zu verlangen, ist für Griechen undenkbar. Ein Trinkgeld von 10 bis 15 Prozent des Rechnungsbetrages gilt als angemessen, und wird beim Gehen auf den Tisch gelegt.

Ehrlichkeit gilt in Griechenland als Tugend, die Kriminalitätsrate ist die niedrigste in der Europäischen Union. In den touristischen Zentren gibt es eine zusätzliche Touristen-Polizei. Diese Polizisten müssen mindestens eine Fremdsprache beherrschen

ausflüge

Der Apollontempel von Bassae, die Schatzhäuser von Delphi, die Akropolis von Athen, der Berg Athos und die einzigartigen Meteora-Klöster in Thessalien sind zum Weltkulturerbe erklärt worden. Die Ruinen von Olympia, die archäologischen Stätten von Mykene, Korinth, und Sparta gehören zu den kulturellen Höhepunkten der südlichen Halbinsel Peloponnes, die mit zu den schönsten und interessantesten Gebieten Griechenlands zählt.

Für Naturliebhaber bietet Griechenland romantische Wildheit: Wälder, Berge und Olivenhaine prägen auf der Insel Samos das Bild. Einzigartig ist auch die Vulkaninsel Santorini mit den weisgetünchten Häusern, die dicht gedrängt auf schwarzem Lavagestein stehen. Von Kreta aus werden Tagesausflüge angeboten. Wer Griechenland von einer eher unbekannten Seite entdecken möchte, sollte die Ionischen Inseln mit ihrer üppigen Vegetation besuchen - oder die rauen Berglandschaften des westlichen Zentralgriechenlands erkunden.