lage & klima

Barbados ist die östlichste Karibikinsel: Rund 320 Kilometer südöstlich gelegen von Trinidad, in westlicher Richtung rund 200 Kilometer entfernt von Saint Vincent und den Grenadinen. Saint Lucia und Martinique befinden sich im Nordwesten der 431 Quadratkilometer großen Insel. Die Insel ist fast vollkommen von Korallenriffen umgeben. Im Süden und Westen gibt es flache Küstenbereiche mit weitläufigen Sandstränden und idealen Badebedingungen, im Norden und Osten hingegen Steilküsten und die raue See des Atlantik. Das Landesinnere dominieren grüne Hügellandschaften, höchster Punkt der Insel mit 340 Metern ist der Mount Hillaby. Hauptstadt ist Bridgetown.

Stete Passatwinde sorgen für ein gleichbleibendes Klima. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 28 Grad, die durchschnittliche Wassertemperatur 26 Grad. Eine Regenzeit gibt es nicht. Zwischen Juni und September ist aber mit kurzen starken Tropenschauern zu rechnen. Beste Reisezeit: Mitte Dezember bis Mitte April.

zahlungsmittel
Landeswährung ist der Barbados-Dollar. Für einen Euro gibt es 2,75 Barbados-Dollar. Die gängigen Kreditkarten (Mastercard, Eurocard, Visa, American Express) werden in Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert. US-Dollar, vorzugsweise in Reiseschecks, werden fast überall angenommen.


reisen im land
Barbados hat ein gut ausgebautes Straßennetz. Bequem kann so die ganze Insel erkundet werden. Mietwagen gibt es am Flughafen und in der Hauptstadt Bridgetown. Zudem kann man in vielen Hotels Jeeps, Limousinen und Motorräder mieten. Voraussetzung: Ein gültiger nationaler oder internationaler Führerschein. Des weiteren ist eine örtliche Fahrerlaubnis vonnöten, die so genannte Visitor's Driver's Licence. Diese wird vom Ministry of Transport und den Polizeibehörden ausgestellt. Gebühr: 10 Barbados-Dollar. Auf Barbados herrscht Linksverkehr. Höchstgeschwindigkeiten: 60 km/h in Ortschaften, sonst 80 km/h.

Problemlos kommt man auch mit Bussen und Taxis weiter. Von Bridgetown führen Buslinien in alle Regionen der Insel. Mini-Busse sind noch flexibler, denn sie halten überall auf Handzeichen. Sie sind am "ZR" auf dem Nummernschild zu erkennen. Für Taxis gelten Standardtarife auf allen Strecken, eine Preisliste gibt es beim Fremdenverkehrsamt.

diplomatische vertretung
(Für Deutschland zuständige Vertretung in Europa)
Botschaft von Barbados
78, Av. Général Lartique
Brüssel, Belgien
Tel. (0032)-2-7321737
Fax (0032)-2-7323266

essen & trinken

Die Küche der südlichen Karibik verbindet afrikanische, asiatische und europäische Tradition. Nationalgericht der Insel ist der fliegende Fisch, der auf jede erdenkliche Art zubereitet wird. Besonders prominent: Cou cou, bei dem es zum fliegenden Fisch eine Melange aus Gumboschoten (Okra-artiges Gemüse) und Maismehl gibt. Barbados ist ein Paradies für Freunde von Fisch, Muscheln und Krustentieren: Hummer, Garnelen, Red Snapper, Dorade, Thun- und Schwertfisch; gebraten, gebacken, gekocht oder mariniert - in Strandbuden, Garküchen und Gourmetrestaurants. Als Delikatesse gelten die Eier des weißen Seeigels.

Der traditionelle Eintopf heißt Pepperpot und besteht aus Schweine- oder Rinderfleisch, Geflügel, Gemüse und Zwiebeln, pikant gewürzt mit Chili, Nelken und Zimt. Wenn es süß sein soll, empfehlen sich Foo-Foo, Klöße aus großen Kochbananen, und Conkies, eine Mischung aus Maismehl, Süßkartoffeln, Kokosnuss, Kürbis und Rosinen, die im Bananenblatt gedünstet wird. Das Angebot an Obst und Gemüse ist reichhaltig: Mango, Papaya, Banane, Limone, Avocado, Kokosnuss, Auberginen, Guaven und vieles mehr.

Alkoholfreie Erfrischung spenden Zuckerrohr- und Tamarindensaft sowie Mauby, ein bittersüßes Mischgetränk aus Rindenextrakt, Zucker und diversen Gewürzen. Die auf der Insel gebrauten Biere stehen den internationalen Marken kaum nach. Bekanntestes Getränk der Karibik aber ist der Rum, hochprozentig und ideale Grundlage für Longdrinks und Cocktails. Auf Barbados wurde im 17. Jahrhundert erstmals Rum aus Zucker gewonnen. Und noch immer zählen die hier gebrannten Sorten zu den besten der Welt.


Gesundheit & Impfungen
Impfungen sind nicht notwendig. Milch, Meeresfrüchte, Geflügel und Fleisch, Obst und Gemüse können generell bedenkenlos verzehrt werden. Einen herausragenden Ruf hat das sehr saubere Trinkwasser, das von Kalkstein und Korallen natürlich gefiltert und aus unterirdischen Flüssen gepumpt wird.

Die medizinische Versorgung ist ausgezeichnet. Krankenhäuser und Privatkliniken verfügen über hochqualifiziertes Personal. Die Reiseapotheke sollte die gängigen Medikamente beinhalten - etwa Mittel gegen Kopfschmerz und Durchfall sowie Mücken- und Sonnenschutz.

land & leute

Portugiesische Seefahrer tauften die Insel nach den behaarten Feigenbäumen, die sie am Strand erblickten: "Os Barbados". Bis 1966 war Barbados dann britische Kolonie. Entsprechend ist Englisch die Amtssprache und der rund 350 Jahre währende Einfluss des Empires ist heute noch allgegenwärtig. Europäischer Habitus allerorten, den die rund 260.000 Einwohner des Eilands mit karibischer Freundlichkeit versehen. Das Sport- und Freizeitangebot ist selbstverständlich "very british" mit Cricket, Golf, Reiten und Tennis. Wassersportler kommen auf ihre Kosten bei Tauchen, Surfen, Segeln und Hochseefischen.

Fettnäpfchen lassen sich vermeiden, wenn man folgende Aspekte beachtet: Ohne Zustimmung sollten Einheimische nicht fotografiert werden. Eine freundliche Frage öffnet mitunter aber Türen. Trotz karibischer Lässigkeit ist jenseits der Hotelanlagen Strandkleidung nicht angebracht. 

FKK ist überall untersagt, "oben ohne" zumindest an Hotelpool und -strand gestattet. Das Trinkgeld sollte in der Regel 10 Prozent der Rechnungssumme betragen. Bei gutem Service darf es gern auch etwas mehr sein. Eine kleine Aufmerksamkeit sollte es auch für den Zimmerservice oder Kofferträger geben.

ausflüge
Der bunte Fisch- und Gemüsemarkt in der Hauptstadt bietet karibische Vielfalt und farbenfrohe Szenarien. Sehenswert auch die Altstadt von Bridgetown mit vielen kolonialen Bauten und dem Barbados Museum am östlichen Stadtrand.

Abenteuerliche Expeditionen und atemberaubende Ansichten versprechen die vielen Höhlen der Insel - etwa der Animal Flower Cave, einer aus Korallenkalk geformten Meeresgrotte im Norden, oder Harrison's Cave, mit unterirdischen Bächen und Seen. Besonders abwechslungsreich: Das Welchman Hall Gully, ein Felsental mit tropischer Flora, Kalkstein- und Korallenhöhlen.