Lage & Klima Der Inselstaat Jamaika gehört zu den Großen
Antillen. Die drittgrößte der westindischen Inseln liegt in
der Karibischen See, etwa 150 Kilometer südlich von Kuba und 160
Kilometer westlich von Haiti. Bis
auf die Küstengebiete ist Jamaika größtenteils zerklüftet
und gebirgig. Im Osten liegt die längste Bergkette der Insel: Die
Blue Mountains. Deren höchster Berg, der Blue Mountain Peak (2 256
Meter), ist auch gleichzeitig der höchste der Westindischen Inseln.
Von Frankfurt aus dauert der Flug etwa elf Stunden. Im Sommer beträgt
der Zeitunterschied minus sechs, im Winter minus sieben Stunden.
Dank seines gleichmäßigen, warmen Klimas ist Jamaika ein Reiseziel
für das ganze Jahr. Tagsüber liegen die Temperaturen im Sommer
bei etwa 32 Grad, im Winter bei etwa 26 Grad. Abends können sie auf
16 Grad absinken, in den Bergregionen ist es generell ein wenig kühler.
Das Wasser ist konstant um die 26 Grad warm. Von Mai bis Juni und von
August bis Oktober kommt es immer wieder zu kurzen und doch kräftigen
Regenfällen - was auch die Luftfeuchtigkeit ansteigen lässt.
Dabei ist der Norden stärker betroffen als der Süden. Die trockensten
Monate sind von Januar bis März. Die Gefahr eines Hurrikans ist zwischen
Juli und September besonders groß.
Aktuelle Wetterdaten
Einreisebestimmungen Für die Einreise reicht ein sechs Monate gültiger
Reisepass und ein Rückflug-Ticket. Das Einreise-Visum ist für
drei Monate gültig. Beim Rückflug steht eine Flughafengebühr
von rund 30 Euro an, die aber bei Pauschalurlauben meist im Reisepreis
inbegriffen ist. Während Fremdwährung unbeschränkt eingeführt
werden darf, ist die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung nicht erlaubt.
Gesundheit & Impfungen Es gibt keine Impfvorschriften bei einer direkten Einreise.
Es werden allerdings Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis
A empfohlen, bei längeren Aufenthalten bieten sich Impfungen gegen
Hepatitis B und Typhus an. Jamaika ist frei von Malaria. Dafür tritt
das Dengue-Fieber auf, eine kurze, fieberhafte Erkrankung mit Muskel-
und Gelenkschmerzen. Da es durch Mückenstiche übertragen wird,
sollten Reisende auf einen entsprechenden Schutz achten.
Das Trinkwasser ist generell von guter Qualität. Vorsicht ist bei
leicht verderblicher Nahrung, ungeschältem Obst, ungewaschenem Gemüse
und halbgarem Fleisch geboten. Wie immer gilt der Leitsatz: Koch es, schäl
es oder lass es.
Zahlungsmittel Die Landeswährung heißt Jamaica-Dollar.
Zur Zeit ist ein Euro rund 105 jamaikanische Dollar wert. Nur in der Flughafen-Wechselstube,
in Banken oder Hotels kann Geld gewechselt werden. Dabei sollte man immer
ein Quittung fordern und diese auch aufbewahren. In den meisten Geschäften
werden internationale Kreditkarten akzeptiert. Der Wechsel von US-Reiseschecks
ist problemlos möglich.
Reisen im Land Auf Jamaika herrscht Linksverkehr. Um einen Wagen zu
mieten, muss man mindestens 25 Jahre alt sein. Auf den Mietpreis kommen
noch 15 Prozent Verbrauchssteuer. Benötigt wird zudem ein gültiger
Führerschein und für die Kaution, Bargeld, Kreditkarte oder
Reiseschecks. Tankstellen nehmen nur Bargeld.
Taxis erkennt man an den roten Nummernschilder mit der Aufschrift PPV
(Public Passenger Vehicle). Bevor es losgeht, sollte man sich nach dem
Preis erkundigen - kaum ein Wagen hat ein Taxameter. Jamaika ist überzogen
von einem Netz aus Minibusverbindungen. Das Problem: Es gibt keine Fahrpläne
und keine festen Preise.
Das Auswärtige Amt weist auf ein Sicherheitsrisiko bei Reisen nach
Jamaika hin. Die Anzahl der Diebstähle und bewaffneten Überfälle
haben deutlich zugenommen. Es wurden auch schon Reisegruppen bei Überlandfahrten
mit dem Bus überfallen und ausgeraubt. Nachts sollte man möglichst
nicht alleine und vor allem nicht zu Fuß unterwegs sein. Vor allem
in der Hauptstadt Kingston gibt es Gegenden, die man meiden sollte.
Diplomatische Vertretung Botschaft von Jamaika
Schmargendorfer Straße 32,
D-12159 Berlin
Tel: (030) 859 94 50
Fax: (030) 85 99 45 40.
E-Mail: info@jamaican-embassy-berlin.de
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr
Essen & Trinken Jamaikas Küche ist scharf und würzig - eine
Mischung aus afrikanischen, europäischen und asiatischen Speisen.
Bei Rice and Peas täuscht der Name: Serviert wird ein Gericht aus
Bohnen, Schalotten, Reis, Kokosmilch und Kokosöl - keine Erbsen.
Der Jamaican Pepperpot besteht aus gepökeltem Rind- und Schweinefleisch
mit Okra und Calaloo. Ein beliebter Imbiss sind Patties: Pasteten mit
allen möglichen Füllungen. Jerk ist scharf gewürztes Schweine-
oder Hühnerfleisch Es wird gegrillt und mit einem weichen Sauerteigbrot
serviert.
Fast schon Pflicht für jeden Besucher ist der bekannte Jamaika-Rum,
der neben Bier zu den beliebtesten alkoholischen Getränken der Insel
zählt. Ein wenig milder, doch nicht weniger schmackhaft ist der Blue-Mountain-Kaffee.
Leckermäuler sollten unbedingt den einheimischen Kakao probieren.
Als Durstlöscher haben sich auch Eiswasser, Wasser von jungen Kokosnüssen
und Fruchtsäfte bewährt.
Land & Leute Die Hauptstadt Kingston liegt im Südosten der
Insel. Die
Landessprache ist Englisch, gleichzeitig beherrschen viele noch "Patois",
eine Mischung aus Englisch sowie afrikanischen und indianischen Dialekten.
Jamaika ist der Inbegriff des Karibik-Traums und hat doch mehr zu bieten
als nur Rasta, Reggae und Relaxen. Die Insel hat unglaubliche tropische
Landschaften und Regenwälder, schroffes Gebirge und traumhafte Sandstrände.
Besonders außerhalb der Hauptstadt läuft das Leben ziemlich
gelassen ab. Trotzdem wird streng auf die Einhaltung der Sitten geachtet:
FKK ist absolut verboten, "oben ohne" ist nur selten erlaubt.
Ausflüge Romantisch wird es bei einem Besuch der Wasserfälle
Dunn's River Falls. Hier fallen die Wassermassen über mehrere Stufen
etwa 200 Meter abwärts.
Westlich von Kingston liegt Spanish Town, Jamaikas alte Hauptstadt. Den
Besucher erwartet hier ein Mix aus spanischer und englischer Architektur
aus dem 18. Jahrhundert. Zudem findet sich hier die älteste Kirche
der Westindischen Inseln: St. Jago de la Vega.
Eine Sache gehört auf alle Fälle zu einem Jamaika-Urlaub. Ein
Besuch im Bob-Marley-Museum in Kingston.