Istrien: Mediterrane Freuden
Was
für ein gastfreundliches Verhältnis: auf 15 Einwohner
kommt ein Restaurant. Vielfältige Gaumenfreuden sind
also garantiert in Porec. Doch auch sonst weiß die kleine
Stadt an der istrischen Küste zu gefallen. Touristen
sind hier seit Mitte des 19. Jahrhunderts willkommen, als
im Jahr 1844 die Dampfschiffgesellschaft Österreichischer
Lloyd aus Triest eine Ausflugslinie eröffnete, die auch
Porec anlief. In der folgenden Zeit entwickelte sich das pittoreske
Städtchen zu einer kleinen Attraktion für prominente
Badegäste aus aller Herren Länder. Bevorzugt wurde
in einem herrlichen Palast auf der vorgelagerten Insel Sveti
Nikola logiert, den der Marquis Polesini vor rund 150 Jahren
errichten ließ. Fürsten und Erzherzöge, Diplomaten
und Bonvivants gaben sich die Klinke in die Hand.
Heutzutage geht es hier weniger mondän
zu. Für sportive Zeitgenossen bietet Porec jedoch geradezu
paradiesische Bedingungen. Mehr als hundert Fitnesszentren,
Tennis- und Sportplätze lassen keine Langeweile aufkommen.
Und wen es hinaus aufs Meer zieht, kann schwimmen, schnorcheln,
tauchen und Wasserski fahren oder vom Yachthafen aus einen
Segeltörn starten. Doch auch die Kultur kommt hier nicht
zu kurz: weit über die Region hinaus genießen die
Konzerte mit klassischer Musik in der Euphrasius-Basilika
einen ausgezeichneten Ruf. Jazz gibt es regelmäßig
im Lapidarium des stadteigenen Museums.
Die Euphrasius-Basilika selbst wurde 1997 wurde
von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Im Innern
des Klerikalbaus aus dem sechsten Jahrhundert sind erstaunlich
gut erhaltene Mosaiken von einzigartiger Pracht zu bewundern.
Wunderschön und sehenswert ist auch die historische Altstadt,
die Porec ein ganz besonderes Flair zwischen Gelassenheit
und Trubel verleiht.
Ein
Kiefernwald säumt die südlich der Stadt gelegene
Bucht, die nicht nur zur heißen Jahreszeit Besucher
anzieht. Weiter südlich liegen die Feriensiedlungen Plava
laguna und Zelena laguna, der Blauen und der Grünen Lagune.
Erstere erstreckt sich über zwei Halbinseln und liegt
in einem gepflegten immergrünen Wald am flachen Felsufer.
Zweitere befindet sich am bewaldeten und gegliederten Ufer
mit einem familienfreundlich flachen Badestrand. Klares Wasser
in azurblauen Tönen verspricht unbeschwerte Badefreuden
an allen Stränden in und um Porec.
Istrien war seit jeher ein Begegnungspunkt der
Kulturen. Da wundert es nicht, dass dieser Aspekt auch die
Küche dieser Region bis zum heutigen Tag beeinflusst.
So finden italienische, mediterrane und osteuropäische
Genüsse zusammen. Rustikal und würzig, leicht und
sommerlich, vor allem aber sehr appetitlich. Das gilt übrigens
nicht nur für die Speisen, sondern auch für die
bemerkenswerten istrischen Weine.
Autor
(XXL-News/Paul Balthasar)
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